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Arten- und Biotopschutz im Landschaftsplan

Autor: Eger & Partner, Landschaftsarchitekten BDLA
Herausgeber: Bayerisches Landesamt für Umwelt (LfU)
Veröffentlichung: 2010
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Beschreibung:

Der Arten- und Biotopschutz in seiner heutigen Form blickt auf eine lange Entwicklungsgeschichte zurück. Die Folgen der Industrialisierung und schlechte Wohnverhältnisse führten etwa ab Mitte des 19. Jahrhunderts dazu, dass sportliche Aktivitäten und die Erholung in der freien Natur für viele Teile der Bevölkerung zunehmend wichtiger wurden. Viele Sport-, Wander- und Naturschutzvereine wurden um diese Zeit gegründet. In diese Zeit fallen auch die ersten „Naturschutzaktivitäten“. Herausragende Landschaften wie der Königssee oder besonders markante Baumgestalten wurden als „Einzelschöpfungen“ oder „Denkmäler der Natur“ unter Schutz gestellt. Beim Artenschutz standen attraktive Arten wie Orchideen und Schmetterlinge oder symbolträchtige Vogelarten wie der Weißstorch im Vordergrund.
Zwischenzeitlich ist unsere Landschaft durch die fortschrei­tende Intensivierung und Rationalisierung der Landwirtschaft sowie durch die Ausweitung von Siedlungs- und Verkehrsflächen weiter starken Veränderungen unterworfen. Wie die immer umfangreicher werdenden Roten Listen zeigen, betrifft dies vor allem solche Pflanzen- und Tierarten, die auf spezielle Lebensräume (Habitate), besondere Bodenverhältnisse oder traditionelle Bewirtschaftungsformen ange­wiesen sind. Der frühe Ansatz zum Schutz von Einzelarten entwickelte sich daher weiter zum Schutz von Lebensgemeinschaften und ihren Lebensräumen (Biotopschutz).
Heute weiß man, dass Erfolge im Arten- und Biotopschutz langfristig nur über vernetzte Systeme möglich sind (Biotopverbund).


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